
Gjenc Nikollbibaj
Gründer
17. Februar 2026
•5 Min. Lesezeit
Teil von Recruiting Daten & Statistiken für Schweizer KMU: Der umfassende Leitfaden | heyFinn
Gewinner und Verlierer am Arbeitsmarkt 2026: Wo KMU jetzt die besten Talente finden
Pharma verliert 30 % der Stellen. 55'654 neue Firmen werden gegründet. Und Stelleninserate überholen erstmals «Vitamin B» als Einstellungskanal. Eine Datenanalyse mit Rundstedt, IFJ, Eurostat, SECO und Michael Page.
Wenn Sie die Wirtschaftsnachrichten lesen, klingt 2026 düster: Arbeitslosenquote auf 3.2%, steigende Entlassungen, schwache Konjunktur. Aber die Schlagzeilen verdecken eine Geschichte, die für KMU-Inhaber deutlich spannender ist. Das von-Rundstedt-Arbeitsmarktbarometer 2026 — basierend auf 2'668 Betroffenen und 415 Unternehmen — zeigt zum ersten Mal: Stelleninserate haben «Vitamin B» als wichtigsten Einstellungskanal überholt. Gleichzeitig meldet das IFJ einen Gründungsrekord: 55'654 neue Firmen in 2025. Das bedeutet: Mehr neue Arbeitgeber suchen Personal, und der Kanal, über den Personal gefunden wird, verschiebt sich — weg vom persönlichen Netzwerk, hin zu professionellen Inseraten. Für KMU, die bisher im Netzwerk-Schatten der Grossen standen, ist das eine historische Chance.
Bereit zum Ausprobieren? Testen Sie heyFinn kostenlos – keine Kreditkarte nötig.
Jetzt startenVerlierer: Pharma, Banken und IT — die unerwartete Entlassungswelle
Das von-Rundstedt-Arbeitsmarktbarometer 2026 liefert Daten, die kein KOF-Index zeigt. Die Outplacement-Firma hat 2'668 Personen begleitet, die 2025 ihren Job verloren haben — und 415 Unternehmen, die Stellen abgebaut haben. Die Ergebnisse überraschen: - Pharma & Life Sciences: 30% aller Entlassungen — die am stärksten betroffene Branche - Banken & Finanzdienstleistungen: Im Abbau, getrieben durch Automatisierung und Konsolidierung - IT-Sektor: Entgegen der Erwartung ebenfalls mit Stellenabbau — Stichwort KI-Disruption Der Druck kommt von aussen: Schwache internationale Nachfrage, US-Handelspolitik und Investitionsunsicherheit. Die exportorientierten Branchen — traditionell die Aushängeschilder des Schweizer Arbeitsmarkts — bauen Kapazität ab. Für KMU-Inhaber klingt das bedrohlich. Ist es aber nicht. Denn die freigesetzten Fachkräfte sind genau die Profile, die vorher unerreichbar waren: Projektmanager, Ingenieure, Qualitätsfachleute, IT-Spezialisten. Diese Menschen stehen dem Arbeitsmarkt plötzlich zur Verfügung — und viele davon sind offen für KMU, wenn das Angebot stimmt.
5 Daten, die Schlagzeilen nicht liefern
- Stelleninserate überholen «Vitamin B»: 50% der Neueinstellungen 2025 kamen über Inserate, nur noch 35% über persönliche Kontakte (Vorjahr: 43%) — Quelle: von Rundstedt
- 55'654 neue Firmen in 2025 (+5.1% YoY) — jede davon braucht Personal. Kanton Zug: +19%, Schwyz: +12.2%, Basel-Stadt: +8.8% — Quelle: IFJ
- ILO-Arbeitslosenquote Schweiz: 5.0% (Eurostat, Sep 2025) — deutlich höher als die SECO-Quote von 3.2%. Mehr Stellensuchende als offiziell gezählt
- Jüngere Arbeitnehmende brauchen länger für die Jobsuche, ältere stehen unter anhaltendem Druck — von Rundstedt sieht eine Polarisierung nach Alter
- Michael Page Salary Guide 2026: Gehälter bleiben flach, Unternehmen setzen verstärkt auf Interim- und Temporärstellen statt Festanstellungen
Gewinner: Bau, Gesundheit und 55'654 neue Unternehmen
Während die Exportindustrie schrumpft, boomen die binnenorientierten Branchen: Bau & Handwerk: Systemrelevant und konjunkturresistent. Die Nachfrage nach Bauprojekten — getrieben durch Sanierungswelle, Energieumbau und Bevölkerungswachstum — hält an. Der IFJ-Gründungsreport zeigt: Handwerk ist mit 5'733 Neugründungen die zweitgrösste Branche. Gesundheitswesen: Laut Adecco Skills Shortage Index 2025 haben diplomierte Gesundheitsberufe mit +9% den grössten Stellenzuwachs. Es ist die Branche mit dem akutesten Fachkräftemangel — und wird es bleiben. Beratung & Dienstleistungen: Mit 5'829 Neugründungen die Nummer 1 im IFJ-Ranking. KI-Consulting, Unternehmensberatung und B2B-Services wachsen rasant. Der regionale Dreh ist ebenso aufschlussreich: Die Zentralschweiz verzeichnet +13.3% mehr Gründungen als im Vorjahr, angeführt von Kanton Zug (+19%). Das Immobilienwesen folgt mit 5'235 Neugründungen auf Platz 3. Was diese Zahlen für KMU-Recruiting bedeuten: In den Wachstumsregionen Zug und Fribourg steigt die Konkurrenz um Personal. Wer dort rekrutiert, muss schneller und sichtbarer sein als die Gründungswelle.
Der Arbeitsmarkt bleibt aufnahmefähig, auch wenn jüngere Arbeitnehmende länger für die Stellensuche brauchen und der Druck auf ältere Arbeitnehmende anhält. — Pascal Scheiwiller, CEO von Rundstedt Schweiz, Arbeitsmarktbarometer 2026
Wie KMU 2025 eingestellt haben: Vitamin B vs. Stelleninserate
Stelleninserate (50%)
- Erstmals der wichtigste Einstellungskanal
- Reichweite unabhängig vom persönlichen Netzwerk
- Professioneller erster Eindruck auf Kandidaten
- Skalierbar: Gleichzeitig auf Social Media und Jobportalen
- Messbar: Klick-Raten, Bewerbungszahlen, Kosten pro Bewerbung
Persönliche Kontakte (35%)
- Rückgang von 43% auf 35% in nur einem Jahr
- Vorteil für etablierte Unternehmen mit grossem Netzwerk
- Ungeeignet für neue Firmen und schnelles Wachstum
- Kein Zugang zu passiven Kandidaten ausserhalb des Umfelds
- Qualität abhängig von Zufallstreffern im Bekanntenkreis
So funktioniert Recruiting für KMU mit heyFinn
Von der Stellenbeschreibung zur laufenden Social-Media-Kampagne – in wenigen Minuten statt Tagen.
Stelle hochladen oder einfügen
Sie kopieren Ihre Stellenbeschreibung als Text, PDF oder Link in heyFinn. Optional fügen Sie Logo oder Teamfoto hinzu.
KI erstellt Inserat & Bewerbungsseite
heyFinn analysiert die Angaben und erstellt ein mobiloptimiertes Inserat, eine Landingpage und 4–5 einfache Screening-Fragen.
Optionales Abo wählen – KI den Social Boost
Wenn Sie möchten, wählen Sie ein heyFinn-Abo mit inkludiertem Anzeigenbudget. Die KI übernimmt Zielgruppen, Varianten und Aussteuerung auf Facebook & Instagram.
Bewerbungen im Dashboard bearbeiten
Alle Bewerbungen landen strukturiert im Dashboard – inklusive Antworten auf Screening-Fragen und optionaler CV-Analyse.
Möchten Sie den Ablauf unverbindlich testen?
Jetzt Inserat generieren
Stelleninserate sind jetzt der #1 Kanal — nutzen Sie ihn richtig
Testen Sie heyFinn kostenlos – keine Kreditkarte nötig.
heyFinn kostenlos testenTipp für KMU: 30% der 2025 entlassenen Fachkräfte kommen aus der Pharma. Viele haben Projektmanagement- und Qualitätsprofil — genau was KMU brauchen. heyFinn schaltet Ihre Stelle automatisch als Social-Media-Kampagne und erreicht diese Kandidaten auf Facebook und Instagram.
Die Eurostat-Überraschung: Warum es mehr Stellensuchende gibt, als Sie denken
Ein Datenpunkt, der selten in Schweizer Medien auftaucht: Die ILO-Arbeitslosenquote der Schweiz liegt laut Eurostat bei 5.0% (September 2025, saisonbereinigt). Das ist deutlich höher als die SECO-Quote von 3.2%. Warum der Unterschied? Das SECO zählt nur, wer beim RAV gemeldet ist. Die ILO-Methodik (internationaler Standard) erfasst alle, die aktiv suchen — auch Ausgesteuerte, Selbstständige ohne Aufträge und Personen, die sich nicht melden. Für KMU bedeutet das: Der Kandidatenpool ist grösser als gedacht. Im europäischen Vergleich: - Schweiz (ILO): 5.0% - Deutschland: 3.8% - EU-27 Durchschnitt: 5.9% Überraschend: Die Schweiz hat nach ILO-Methodik eine höhere Arbeitslosenquote als Deutschland. Der vermeintliche Standortvorteil relativiert sich bei genauerem Hinsehen. Für Arbeitgeber ist das eine gute Nachricht: Es gibt mehr verfügbare Arbeitskräfte, als die offizielle Statistik suggeriert.
Was KMU jetzt tun sollten: 3 datenbasierte Strategien
Die Daten aus 5 verschiedenen Quellen konvergieren zu einer klaren Handlungsempfehlung: 1. Freigesetzte Talente aus Pharma & Banken aktiv ansprechen 30% der 2025 Entlassenen kommen aus der Pharma — viele davon mit Projektmanagement-, Qualitäts- oder Ingenieur-Profilen. Diese Fachkräfte sind jetzt verfügbar und offen für KMU-Positionen, die Gestaltungsspielraum bieten. Nutzen Sie Social Recruiting auf Meta, um diese Zielgruppe zu erreichen. 2. Auf Stelleninserate setzen — der Vitamin-B-Vorsprung ist vorbei Wenn 50% aller Einstellungen über Inserate laufen und nur noch 35% über Kontakte, ist das persönliche Netzwerk kein entscheidender Vorteil mehr. KMU, die bisher «ohne HR-Abteilung» rekrutiert haben, können mit einem professionellen Inserat auf Augenhöhe mit Grossunternehmen spielen. Tools wie heyFinn erstellen in 30 Sekunden ein Stelleninserat mit automatischer Social-Media-Kampagne. 3. Regional denken: Die Gründungswelle nutzen In den Kantonen Zug (+19%), Schwyz (+12.2%) und Basel-Stadt (+8.8%) entstehen massenhaft neue Firmen, die alle gleichzeitig Personal suchen. Die Konkurrenz steigt — aber so auch das Angebot. Viele Neugründungen scheitern in den ersten 3 Jahren. Ihre Mitarbeiter werden wieder frei. Positionieren Sie sich als stabiler Arbeitgeber mit Geschichte.
Fazit: Der gespaltene Arbeitsmarkt ist Ihre Chance
2026 gibt es keinen einheitlichen Arbeitsmarkt mehr. Es gibt Branchen im freien Fall (Pharma, Teile der IT und Finanz) und Branchen im Höhenflug (Bau, Gesundheit, Beratung). Es gibt Regionen mit Gründungsboom (Zug, Zentralschweiz) und Regionen mit Stagnation (Tessin, St. Gallen). Für KMU-Inhaber ist das keine Bedrohung, sondern eine Umverteilung von Talent. Die freigesetzten Fachkräfte aus der Pharma suchen neue Perspektiven. Die 55'654 neuen Unternehmen brauchen Personal, das sie noch nicht haben. Und der wichtigste Einstellungskanal — das Stelleninserat — ist der Kanal, bei dem Unternehmensgrösse am wenigsten zählt. Die Frage ist nicht, ob es genug Talent gibt. Sondern ob Ihr Inserat dort auftaucht, wo die richtigen Kandidaten hinschauen. *Quellen: von Rundstedt Arbeitsmarktbarometer 2026, IFJ Institut für Jungunternehmen Neugründungsanalyse 2025, Eurostat ILO-Arbeitslosenquote (une_rt_m), SECO Arbeitsmarktbericht Januar 2026, Michael Page Salary Guide Switzerland 2026, Adecco/UZH Skills Shortage Index 2025*
Weiterführende Artikel
Arbeitsmarkt-Paradox Schweiz 2026: Mehr Arbeitslose, aber 78% suchen Personal
Warum steigende Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel gleichzeitig existieren
Wachstumsregionen Zug und Fribourg: Wo die Gründungsdynamik am höchsten ist
Kantonsanalyse mit BFS-Daten — wo sich KMU-Recruiting besonders lohnt
1 von 2 Firmen scheitert: Die 5-Jahres-Überlebensrate im Check
Warum Recruiting-Fehler oft der Todesstoss für junge Unternehmen sind
Kritische Phase Jahr 3: Wenn Firmen am Recruiting scheitern
Datenanalyse zeigt, warum das dritte Geschäftsjahr für KMU besonders gefährlich ist
Meta Ads fürs Recruiting: So erreichen KMU passende Kandidaten
Der Praxisleitfaden für Social Recruiting auf Facebook und Instagram